Eil von A-Z:




Schlagzeilen aus Eil
In der Gaststätte „Zu den drei blühenden Winterrosen“ hielt 1903
der katholische Volksverein eine Versammlung ab. Der Verein
zählte 100 Mitglieder.
An Werktagen im Jahre 1903 waren die Einzelhandelsgeschäfte in
der Vorweihnachtszeit bis zum Heiligen Abend bis 22.00 Uhr
geöffnet.
Auf der Hauptstrasse in Eil fand 1904 ein Wettrennen zwischen
einem Automobil und einem Radfahrer statt. Das Rennen endete mit
einem schweren Sturz des Radfahrers.
Am 20. Februar 1904 wurde ein Karnevalsumzug in Eil
veranstaltet. Als Prinz fungierte Christian Höck. Die schönste
Damenmaske trug Katharina Zims. Den ersten Preis der Männer
erhielt Matthias Köhlbach. Der zweitschönste Narr in Eil war
Albert Linden.
Im Jahre 1906 stürzte eine volltrunkene Frau ins Wasser des
Eiler „Dorfrieselfeldes“ (Maarwissje). Die Person wurde
gerettet.
Zwei Burschen einer Zigeunerbande raubten 1906 aus einem Eiler
Geschäftslokal 12 Mark und konnten entkommen.
Der Gutsherr Andreas Meller verkaufte 1907 an die Bevölkerung
400 Zentner Kartoffeln.
Der Turnverein „Germania Eil“ veranstaltete 1907 im Saale Stärk
ein Schauturnen unter Mitwirkung des Radfahrer-Clubs „Tempo“ aus
Forsbach und des „Tanzkränzchens“ des Junggesellenvereins Eil.
Eintritt 50 Pfennig! Eine Dame in Begleitung frei!
Unbekannte Täter schnitten 1909 zwischen den Orten Eil und
Heumar ca. 5000 Meter Broncedraht aus den Telegrafenleitungen.
Dem Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde Eil gehörten 1909
folgende Herren an: Theodor Frenger, Andreas Meller, Johann
Broicher sen., Johann Gerber, Peter Hennes, Heinrich Broscheid.
Vor einer Gaststätte in Eil wurde 1910 ein fast neues Fahrrad
unbemerkt gegen einen alten Drahtesel ausgetauscht.
1910 kaufte der Duftwassserfabrikant Peter Mühlens aus Köln
einige im Burgpark zu Eil gelegene kleine Einzelparzellen mit
Baumbestand auf.
Eine Kalker Hausiererin wurde 1911 auf dem Weg zwischen Eil und
Heumar von einem jungen Burschen unsittlich belästigt.
„Der kameradschaftliche Kriegerverein Eil“ hielt 1912 die
kaiserliche Geburtstagsfeier im Hohenzollernsaal Gasper ab.
Der Brieftaubenverein „Gute Heimkehr“ in Eil veranstaltete im
Jahre 1912 einen Wettflug.
In der Leidenhausener Strasse am „Bitzenhäuschen“ eröffnete 1912
Wilhelm Bröl einen Ausschank für alkoholfreie Getränke.
Herr Albert Linden eröffnete 1913 im Wald am Mauspfad, gleich
hinter Gut Leidenhausen, eine Trinkhalle für alkoholfreie
Getränke.
Der Herr auf Schloss Röttgen und Gemeinderatsmitglied der
Bürgermeisterei Heumar, Peter Mühlens, spendete 1913 der
Gemeinde Eil einen wagen, der Kranke und Verunglückte bis zu
drei Personen aufnehmen konnte. Das Gefährt wurde im
Spritzenhaus neben der Schule untergebracht.
Eine Postagentur mit öffentlicher Fernsprechstelle wurde am
1.6.1913 in Eil in Betrieb genommen.
Im Dezember 1914 werden dringend „nüchterne“ Arbeitskräfte
gesucht, die von der Wehrpflicht befreit sind.
Im Steckrübenwinter 1916/17 gab es für die Bewohner in Eil pro
Kopf nur drei Pfund Kartoffeln. Wer Hausschlachtungen vornehmen
durfte, wurde in der Zeitung bekannt gemacht.
Der größte Teil des vorhandenen Viehs in Eil musste 1918 wegen
Versorgungsschwierigkeiten geschlachtet werden. Nur noch Schafe
und Ziegen durften gehalten werden.
November 1918: Die heimkehrenden Frontruppen ziehen mit Musik
die Frankfurter Strasse entlang. Der Durchzug beginnt morgens um
9.00 Uhr und dauert ununterbrochen bis nachmittags gegen 4.00
Uhr.
Alle Dörfer tragen reichen Flaggenschmuck. Unsere Schulsäle
wurden als Unterkunft für durchziehende Truppen benutzt vom 1.
bis 6. Dezember.
Die englischen Besatzungstruppen belegten am 12. Dezember 1918
die vier Tanzsäle im Dorf mit 180 Artilleristen aus kanadischen
Einheiten.
Die Schule wurde vom 12. August bis 10. September 1921 mit
französischen Besatzungstruppen belegt.